Damit das Passwort nicht zum Risikofaktor wird

Wir wissen ganz genau wie gläsern und unsicher wir im Internet unterwegs sind. Die Passwörter alle paar Monate auszuwechseln erscheint daher mittlerweile als Pflicht. Doch bringt es das tatsächlich? Sind wir nach der Änderung automatisch sicherer im Netz unterwegs? Diesem Thema will ich meinen heutigen Blogbeitrag widmen.

Lange und komplexe Passwörter erhöhen die Sicherheit – das wissen wir alle. Jeder kennt allerdings auch Negativbeispiele, die trotz allen Risiken und Warnungen immer wieder auftreten. Die Evergreens unter den unsicheren Passwörtern sind sicherlich „hallo“, „passwort“, „1234“ oder die eigene Telefonnummer. In solchen Fällen ist es höchste Zeit für einen Wechsel und das am besten so oft wie möglich – so einfach ist es allerdings nicht, haben jetzt neuste Erkenntnisse bestätigt.

Wenn Hacker Log-in-Daten erbeuten, dann sind das nicht wenige. Meist handelt es sich um Millionen von Nutzerdaten für große Online-Plattformen oder E-Mail-Dienste. Bis solch ein Datendiebstahl auffällt, dauert es allerdings oft Monate oder sogar Jahre. Bis dahin veräußern die Hacker die Daten meist zu äußerst günstigen Preisen im Darknet.

Unabhängig davon haben Wissenschaftler herausgefunden, dass regelmäßige Passwortwechsel nur dann Sinn machen, wenn das Passwort sich von seinem Vorgänger komplett unterscheidet. Der Nutzen sei insgesamt als „relativ gering“ zu werten.

Nachdem diese Stimmen laut wurden, empfohl auch die US-Handelskommission FTC Passwörter nur in einer konkreten Bedrohungslage zu ändern. Forscher sind allerdings schon seit längerer Zeit der Meinung, dass Passwörter Benutzerkonten nur unzureichend schützen. Zwar sind die bei Verwendung von ausgeklügelten und langen Kombinationen durchaus sicher, allerdings benutzen diese nur die aller wenigsten Internetnutzer. Mittlerweile existieren viel effizientere Methoden wie Fingerabdrucksensoren oder Irisscanner. Bis diese Technik reif für den Einsatz ist, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. So werden wir uns wohl noch auch noch über längere Zeit mit Zahlen- und Buchstabenreihen auseinandersetzen müssen.